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Europa – Einheit in Vielfalt?

Die europäische Gemeinschaft zwischen zivilgesellschaftlichen Initiativen und identitären Tendenzen

DIENSTAG, 4. APRIL 2017 · 9:30–16:00 Uhr · Roter Saal im Schloss


Die im internationalen Vergleich wohlhabende Europäische Gemeinschaft tut sich schwer mit der Herausforderung, sich den weltweiten Migrationsbewegungen zu stellen. Insbesondere die Geflüchteten aus den Kriegs- und Armutsregionen der südlichen und südöstlichen Hemisphären erscheinen einigen Staaten als eine Bedrohung ihres nationalen Selbstverständnisses, ihrer Grundwerte, ihres wirtschaftlichen Status: Öffnen oder Schließen der Grenzen, Exkludieren oder Integrieren sind die Optionen. Aber wird damit die EU damit nicht selbst ihres Kerns der „europäischen Werte“ verlustig? Die 28 Staaten der EU ringen um eine gemeinsame Haltung, in Politik und Zivilgesellschaft: In allen europäischen Ländern brechen innerhalb, wie zwischen Gruppen engagierter Bürger Konflikte auf. Setzen sich identitäre und nationalstaatlich orientierte Positionen der Bestandserhaltung durch? Oder trägt eine gemeinsame solidarische Grundhaltung, basierend auf einem inkludierenden Demokratieverständnis, auch eine Bereitschaft des Teilens und des Veränderns? Das Forum „ Europa – Einheit in Vielfalt?“ wird sich insbesondere von der Seite der Zivilgesellschaft diesem Fragenfeld annähern. Aus der Analyse der gesellschaftlichen Entwicklungen der verschiedenen Ländern heraus werden wir uns den Differenzen, aber auch den sich annähernden Handlungsansätzen zwischen verschiedenen zivilgesellschaftlichen Gruppierungen, Positionen und Aktionen innerhalb der einzelnen Länder, insbesondere aber der Interaktionen und des gegenseitigen Unterstützens über Landesgrenzen weg nähern. Ziel soll es sein anhand der vielen europäischen bürgerschaftlichen Initiativen im Bereich Flüchtlingsarbeit und Willkommenskultur einer neuen gemeinsamen Gegenbewegung zur offiziellen EU-Politik, vor allem aber gegen rassistische, identitäre Umtriebe nachzuspüren.

 

Referenten / Akteure

Verantwortlich: Dorothea Kolland und Christian Miess