Programm

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Dakh Daughters – Roses

Montag, 3. April 2017, 20:30 Uhr · Staatstheater Braunschweig

Die Dakh Daughters sind sieben Frauen, die Musikinstrumente zur Hand genommen haben um lebensbejahende Darbietungen über Liebe, Freiheit und Schönheit zu kreieren, die eventuell die Welt retten können. Die Akteure (bekannt als Schauspielerinnen des Kiewer DAKH Theaters) schlossen sich im Projekt „Dakh Daughters“ zusammen und erschaffen etwas zwischen Musik und dramatischer Kunst, das auf einem neutralen Boden einen eigenen Raum für Experimente schafft. Dabei kreieren sie eine Atmosphäre wie in einem französischen Salon, in dem sich Mireille Mathieu und Marilyn Manson anfreunden könnten.

Manchmal bringt das wilde Gebrüll der Mädchen das Publikum zum schaudern, ganz nach der Manier von Laibach, aber sie können auch blitzartig die Stimmung kippen um sich in Charaktere aus Hollywoodfilmen der 50er Jahre zu verwandeln; Schönheiten, die von der Karibik träumen. Diese einzigartige Gruppe teilt ideologische Anschauungen mit der britischen Band The Tiger Lillies, was sich durch die Übertreibung selbstgestalteter Ideen auszeichnet und durch den Versuch, das Publikum an einer intellektuellen Reise teilnehmen zu lassen. Die Textgrundlage der Lieder dieser magischen Elfen stammt aus klassischer ukrainischer Lyrik, Texten von Nobelpreisträgern und eigenen Stücken populärer Hits aus der Vergangenheit.

Die Dakh Daughters wurden 2012, am Vorabend des ukrainischen sozialen Wandels erschaffen und traten im Rahmen der Proteste auf dem Maidan in Kiew 2013 auf .Ihr erstes Programm verdankt seinen Namen dem vorausschauenden Song „Roses.Donbass“, obwohl dessen Text auf Shakespeares 35. Sonnet basiert.

Jede Komposition des Programms „Roses“ ist seine eigene kleine Sensation, mit dramatischem Verlauf und optischen Auflösungen. Die Arbeit ist kollektiv, aber auch die eines Autors zugleich, da in jeder Darbietung sowohl Autor als auch Darsteller existent sind. In ihren Texten bedienen sie sich bei Autoren wie William Shakespeare, R. Kipling, S. Zhadan, Mikhail Semenko und Charles Bukovsky.